Radfahren – die zweite Disziplin im Triathlon

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Radfahren – die zweite Disziplin im Triathlon

Das Radfahren ist wohl die am wenigsten respekteinflößende Disziplin im Triathlon. Dass jemand als Erwachsener das Rad fahren erst lernen muss, kommt nicht so häufig vor, wenngleich es nicht ausgeschlossen ist. Die meisten Menschen besitzen oder besaßen zumindest mal ein Fahrrad und wissen, wie es funktioniert. Draufsetzen und trampeln.
Ganz einfach… 😉

Daher haben viele Menschen eher weniger Bedenken in Bezug auf das Radfahren als in Bezug auf das Schwimmen oder Laufen. In einem Volkstriathlon beträgt die Radstrecke rund 20 Kilometer. Manch einer legt täglich weitere Strecken zur Arbeit zurück. Dann hast du schon mal – was die Ausdauer angeht – einen Vorteil als jemand, der mit dem Radtraining erst beginnt.

Beim Triathlon gibt es keine Regelung, mit welcher Art von Rad man fahren muss. Einzige Ausnahme: Es darf keinen Motor haben. Mit welchem Rad du aber letztlich an den Start gehst, ob mit deinem Einkaufsrad/ dem Crossrad oder des Nachbarn Rennrad, entscheidest du ganz nach deinem Gusto.

Gut fährst du mit dem Rad, welches du einfach und sicher bedienen kannst. Das ist für den Anfang das Allerwichtigste. Alle Technik bringt dir nichts, wenn du dich damit nicht sicher fühlst oder du noch nicht damit zurechtkommst.

Das gilt nicht nur für den Wettkampf, sondern auch vor allem für dein Training im Alltag. Bevor du dir ein Rennrad anschaffst, solltest du dir sicher sein, dass dir die Sportart gefällt. Um das auszuprobieren reicht es, wenn du ein paar Mal dein aktuelles Rad nutzt oder dir evtl. von jemandem ein Rennrad leihen kannst. Gebrauchte Rennräder gibt es schon für erschwingliche Preise zu kaufen.

Ausrüstung

Bei einem Volkstriathlon sieht man sehr viele Teilnehmer mit ganz unterschiedlichen Rädern. Ein Großteil fährt nicht mit Rennrädern sondern anderen Bikes. Das ist ganz normal. Auf der olympischen Distanz vielleicht auch noch aber spätestens auf der Halbdistanz fahren eigentlich nur noch Rennräder oder Zeitfahrräder/ Triathlonräder durch die Gegend.

Das liegt vermutlich daran, dass sich der Anspruch an das eigene Rad mit zunehmender Erfahrung und dem Trainingsstand verändert. Nicht zuletzt wahrscheinlich auch mit deinen eigenen Erwartungen. Außerdem ist man hier wohl auch ein bisschen dem gesellschaftlichen Gruppenzwang ausgeliefert.

Hast du nämlich eine Rennrad-Gruppe für regelmäßige Trainings-Ausfahrten gefunden, kommst du dort besser mit, wenn du auch ein Rennrad hast. Citybikes oder Mountainbikes beispielsweise haben eine andere Übersetzung, weshalb gemeinsames Fahren entweder für den einen schnell zur Unterforderung oder für den anderen zur Überforderung werden kann.

Der Fahrradhelm

Du solltest beim Radfahren immer einen Helm tragen. Im Wettkampf ist das sogar Bedingung zur Teilnahme. Beim Check-In wird dein Helm teilweise auf mögliche Schäden überprüft. Ist er defekt, musst du entweder einen anderen Helm auftreiben/ kaufen oder darfst nicht an den Start. Safety first!

Die Schuhe

Für den Anfang benötigst du keine Radschuhe. Hier gilt, ähnlich wie beim Rad: warte mit dieser Anschaffung, bis du dir über die Sportart sicher bist. Mache es so zu Beginn, wie du dich am besten fühlst. Fahr ruhig mit deinen Laufschuhen Rad, dann hast du im Wettkampf das Wechseln der Schuhe gespart und bist schneller aus der Wechselzone raus.

Radschuhe funktionieren mithilfe einer kleinen Platte, die unter den Schuh geschraubt wird, und einem speziellen Pedal. Der Vorteil ist, dass man stärker drücken und ziehen kann. Diese Begriffe findest du noch einige Male beim Thema Rad fahren. Gemeint ist die Kraftübertragung deines Fußes/ des Beines auf das Pedal.

Einklicken und ausklicken mit Radschuhen muss man ein wenig üben, damit es reibungslos, zügig und vor allem zum gewünschten Zeitpunkt klappt, ohne umzufallen. Umfallen gehört jedoch – ähnlich wie beim Laufenlernen – einfach dazu. Jeder von uns ist deswegen sicherlich schon mal umgefallen. Aufstehen, weitermachen. Passiert.

Die Radhose

Wenn du bereits Fahrrad fährst, egal welches, hast du vermutlich schon fast alles zusammen, um aufsteigen und losfahren zu können. Eine geeignete Radhose wäre – gerade für uns Frauen – vorteilhaft. Diese trägt man ohne Slip. Anfänglich ein merkwürdiger Gedanke, ich weiß. Aber spätestens nachdem man (frau) es ausprobiert hat, wird sie wissen, warum 😉 Scheuerstellen sind vorprogrammiert und äußert lästig.

Obenrum trägt man ein eng anliegendes Radtrikot. Der Vorteil gegenüber normalen Shirts ist, dass Radtrikots auf dem Rücken meist 2-3 kleine Taschen haben, in denen wir unsere wichtigsten Utensilien packen, die wir für das Radtraining brauchen: Handy, etwas Kleingeld, Kreditkarte, Personalausweis und Krankenversicherten-Karte. So bist du für den Ernstfall gut ausgestattet.

By |2018-09-20T12:45:22+00:00September 20th, 2018|Categories: Uncategorized|Tags: , , , |0 Comments

About the Author:

Jörg Birkel lebt und arbeitet als Triathlon-Coach auf Mallorca.