Michael Raelert

Michael Raelert, 70.3 Triathlon-Weltmeister 2009, erinnert sich an sein erstes Mal:

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Ich kann mich definitiv noch an meinen ersten Triathlon erinnern. Ich hab mich mit dem Rad verfahren. Das ist eine Sache, die vergisst man nicht. Also wenn man einmal mit Triathlon angefangen hat, dann ist das, wie eine Droge. Man bleibt dabei. Und wenn ich mich an mein erstes Mal zurück erinner, muss ich immer noch schmunzeln, weil ich viele Fehler gemacht habe. Einige davon macht man immer noch, aber das schöne daran ist: So aufgeregt, wie ich beim ersten Triathlon war, bin ich auch immer noch vor jedem Rennen; obwohl ich mittlerweile schon hundert Wettkämpfe gemacht habe. Aber diesen Enthusiasmus und die Aufgeregtheit, das verliert man halt nie. Das ist das schöne an dem Sport.

Außer, dass ich mich verfahren habe, ist mein erster Triathlon eigentlich ganz gut gelaufen. Es war eine Herausforderung für meinen Kopf und meinen Körper. Und ich bin dabei geblieben. Als Jugendlicher habe ich viel ausprobiert, aber im Triathlon habe ich meinen Sport gefunden, in dem ich mich hundert Prozent wohl fühle. Natürlich hätte ich damals nie geglaubt, dass ich mal Weltmeister werden könnte. Mit den Jahren im Leistungssport entwickelt man dann so langsam den Ehrgeiz und formuliert solche Ziele für sich. Das es letztes Jahr mit dem 70.3 Weltmeistertitel in Clearwater geklappt hat, ist natürlich die Krönung. Aber ich persönlich sehe mich noch nicht am Ende des Weges. Da kommen jetzt noch 5-6 Jahre, an denen man an dem anknüpfen kann, was man bisher geschafft hat.

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