Judith Preuss

Judith Preuss, Diplom-Sportwissenschaftlerin und Triathletin, erinnert sich an ihr erstes Mal:

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Im Juli 2003 wurde am Werbellinsee im Land Brandenburg der Startschuss zu meinem 1. Triathlon abgegeben. Es waren auf der Jedermann-Distanz 67 Starter unterwegs. Es regnete wie aus Eimern und war saukalt. Ich hatte natürlich keinen Neo und ein Rad das fast so schwer war wie ich selbst. Ein guter Peugeot Stahlrahmen viel zu groß für mich aber immerhin schneller als mein Unidrahtesel.

Schwimmen ging gut ich hatte mich aus Gründen der Schnappatmung fürs Brustschwimmen entschieden. Auf dem Rad lag ich im guten Mittelfeld und dann kam der Schocker. Noch nie zuvor habe ich nach dem Radeln meine Laufschuhe angezogen und versucht mich laufenden Schrittes fortzubewegen. Aber einmal ist ja bekanntlich immer das erste Mal und bei mir war es an jenem Tag.

Die Beine fühlten sich an wie Gummi und schlackerten hin und her. Luft bekam ich ungefähr soviel wie nach einem Halbstundensprint und ich hatte keine Ahnung wie das weitergehen sollte. Ich habe mich dann fürs Gehen entschieden. Wollte ja auch schließlich nicht mitten im Wald einsam verenden.

Dann wurde das Laufen immer besser und nach dem Wendepunkt (nach ca. 1,5 km stand mein Vater ganz in Sorge vor mir mit den Worten: „Wir dachten du hast den Wendepunkt nicht gefunden alle anderen sind schon lange da!“ Ganz toll und supermotivierend.

In einem Abschlusssprint konnte ich dann das Ziel erreichen und wurde sogar Gesamt 7. und 2. in meiner Altersklasse. Von nun an habe ich immer fleißig das Koppeln trainiert und so hat sich die 3. Disziplin zu meiner größten Stärke entwickelt.

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