Sportverletzungen: Prellungen richtig behandeln

Zu den häufigsten Sportverletzungen gehören, neben Verstauchungen und Zerrungen, schmerzhafte Prellungen – auch beim Triathlon. Ein Sturz mit dem Fahrrad, ein falscher Schritt und es ist passiert. Prellungen tun weh, das Gewebe schwillt stark an und weiteres Training ist oft nicht mehr möglich. Um schnell wieder einsatzfähig zu sein, gibt es verschiedene Methoden die Abheilung zu begünstigen.

Was genau ist eigentlich eine Prellung?

Aus medizinischer Sicht entsteht sie durch eine stumpfe Gewalteinwirkung. Die Haut kann intakt bleiben, jedoch kommt es aufgrund von Quetschungen des Gewebes zu Blutungen und Austritt von Lymphflüssigkeit in die Zellzwischenräume. Es entstehen Schwellungen und Blutergüsse, die mit starken Druck- und Belastungsschmerzen einhergehen. Experten unterscheiden dabei zwischen Muskel-, Gelenk- und Knochenprellungen.

Was kann man tun um die Heilung zu beschleunigen?

Erste Maßnahme sollte die sofortige Kühlung der betroffenen Stelle sein: Durch das Kühlen werden die Blutgefäße enger. So gelangt weniger Flüssigkeit in das Gewebe und die Schwellung bleibt geringer. Kühlen kann man so oft man möchte, die Kälte sollte jedoch nicht unangenehm stark sein. Bei einer schweren Prellung ist es ratsam, nach dem Anlegen eines kühlen und komprimierenden Verbands, einen Arzt zu konsultieren. Leichte Prellungen können selbst behandelt werden.

Tritt nach einigen Stunden eine Besserung der Schmerzen und Schwellung ein, kann ein Kompressionsverband mit einer schmerzlindernden Salbe verwendet werden. Da Prellungen manchmal außerdem zu Entzündungen neigen, können Salben mit nicht-steroidalen Antirheumatika (zum Beispiel Voltaren Schmerzgel) die Heilung fördern. Diese wirken gleichzeitig schmerzstillend und entzündungshemmend.

Nach etwa zwei Tagen beginnt der Körper damit, das beschädigte Gewebe abzutransportieren. In dieser Phase sind leichte Belastungen und Dehnübungen meist schon wieder möglich und fördern außerdem die Regeneration. Zu Beginn kann ausprobiert werden, ob leichte Bewegung in warmem Wasser als angenehm empfunden wird. Auch Radfahren oder Gymnastik eigenen sich gut. Sportsalben, die die Durchblutung fördern, können in diesem Stadium ebenfalls unterstützend eingesetzt werden.

Leichte Massagen sollten erst nach einer Woche angewendet werden. An gut zu erreichenden Stellen wie den Beinen, können diese selbst durchgeführt werden. Angewendet werden sollten diese aber nur, wenn keine stärkeren Schmerzen dabei auftreten.

Wie kann man Prellungen vermeiden?

Verletzungen gehören unvermeidlich zur ernsthaften Ausübung jeder Sportart dazu. Um diese in Grenzen zu halten ist es aber unbedingt nötig sich ausreichend aufzuwärmen, regelmäßig Pausen einzulegen und auf funktionstüchtige Ausrüstung zu achten. Schließlich können bei Sportunfällen nicht nur Prellungen, sondern auch andere, schwerere Verletzungen auftreten.

Einen Kommentar schreiben