Gelenkverschleiß bei Sportlern vorbeugen und behandeln

Hierzu zählen die Hüft- (Coxarthrose) und Kniegelenke (Gonarthrose). Arthrosen entstehen durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren. Dazu gehören Verletzungen und Unfälle, Vererbung, Fehlstellungen aber auch Übergewicht oder Knorpeldefekte können chronische Gelenkschäden begünstigen.

Einige typische Symptome der Arthrose:

  • Spannungsgefühle und Steifheit im betroffenen Gelenk
  • Anlaufschmerzen zu Beginn von Bewegungen, die mit der Bewegung nachlassen
  • Schmerz und Schwellungen an der betroffenen Stelle
  • Muskelverspannungen
  • steife oder gerötete Gelenke
  • u.U. spürbares Reiben der Gelenkflächen
  • stärkere Beschwerden bei stoßartigen Bewegungen oder längerem Ruhen
  • knirschende und knackende Geräusche beim Bewegen des Gelenks

Da Arthrose nicht heilbar ist, ist die Prävention sehr wichtig. Die Widerstandsfähigkeit der Gelenkknorpel wird durch Zufuhr von genügend Wasser, eine geeignete Ernährung und knorpelschonende Bewegung begünstigt. Regelmäßige Bewegung und gezieltes Muskeltraining stärken die Muskulatur, machen die Gelenke widerstandsfähiger und fördern die Knorpelernährung, so dass der Gelenkverschleiß verlangsamt werden kann.

Auch Freizeit- und Hobby-Sportler sind jedoch vor Arthrose nicht gefeit. Fehlbelastungen nach Sportverletzungen oder aufgrund angeborener Fehlstellungen der Hüfe oder Beine sind ebenso Risikofaktoren wie einseitige ungünstige Dauerbelastungen oder Trainingsmangel und häufige Verstauchungen oder Zerrungen.

Um den Gelenkverschleiß zu verringern können Sportler:

  • stoßdämpfendes Schuhwerk beim Training auf hartem Untergrund tragen,
  • Koordinations- und Krafttraining zur besseren Kontrolle des Gelenks durchführen,
  • bei Verletzungen und Schmerzen nicht weiter trainieren und nach Verletzungen langsam und kontrolliert wieder ins Training einsteigen,
  • zu einseitige Belastungen vermeiden,
  • immer reichlich Wasser trinken.

Profi- und Freizeit-Sportler sollten sich außerdem regelmäßig von einem Facharzt auf Achsfehlstellungen und Gelenkerkrankungen untersuchen lassen. Eine frühzeitige konservative oder eventuell auch operative Behandlung kann einen späteren Gelenkverschleiß und das frühzeitige Ende der sportlichen Aktivität verhindern.

Operationsmöglichkeiten bei Gelenkverschleiß

Operativ stehen dem Orthopäden je nach Ursache für den Gelenkverschleiß unterschiedliche Eingriffsmöglichkeiten zur Verfügung. Eine Übersicht über mögliche Maßnahmen bietet beispielsweise die Online-Präsenz der ORTHOPARC-Klinik in Köln. (Als Kompetenzzentrum für Orthopädie und u.a. Kooperationspartner des Olympiastützpunktes Rheinland bietet die Privatklinik gerade Sportlern, die einen schnellen Wiedereinstieg ins Training wünschen, qualifizierte Ansprechpartner.)

Ist der Gelenkverschleiß bereits sehr weit fortgeschritten, so ist ein künstlicher Ersatz des Gelenks (Prothese) zu empfehlen. Hierzu stehen vielfältige Operationstechniken und Implantate zur Auswahl, die der Operateur genau auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Patienten abstimmt. Die Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten ist dann nach einer mehrwöchigen Rehabilitationszeit möglich.

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