Zeitfahrtraining mit Till Schramm

Ein schickes Rad allein, macht einen noch nicht schneller. Auch nicht, wenn man immer nur in der Gruppe radelt. Zeitfahren will trainiert sein, schließlich muss man bei der zweiten Disziplin im Triathlon alleine gegen den Wind kämpfen. Intervalltraining eignet sich dafür am Besten.

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Und das durfte ich gestern mit dem Profi-Triathleten Till Schramm bei 34 Grad Lufttemperatur auf der Panzerstraße in Köln ausprobieren. 10×5 Minuten hochintensive Intervall mit je einer Minute Erholungspause lautete Tills Ansage. Kein Problem. Ich versuch einfach so lange wie möglich dran zu bleiben. Im Windschatten spart man schließlich bis zu 30 Prozent Energie.

Up and down – nicht nur beim Streckenprofil

Die Strecke ist wellig und hat ein geschätztes durchschnittliches Gefälle von 1-2 Prozent, wobei es auf dem 8,5km langen Hinweg eher bergauf und entsprechend auf dem Rückweg bergab ging. Zirka 6 Kilometer hat das auch ganz gut geklappt. Im Windschatten des Profis fuhr ich einen 42er Schnitt und die Beine haben sich sogar gut angefühlt. Aber gerade als sich ein Hochgefühl ob meiner unglaublichen Form einstellen wollte, kam die Ernüchterung.

Zeitfahrtraining ist anstrengend

Beim dritten Intervall wurden die Beine schlagartig schwer und ich musste abreißen lassen. Den Till immer noch in Sicht versuchte ich mich bis zum Wendepunkt wieder ranzukämpfen, konnte das Tempo alleine im Wind aber nicht mehr halten und musste den Profi endgültig ziehen lassen. Trotzdem konnte ich den Tacho auf dem Rückweg noch mal auf 48km/h hochjagen.

Insgesamt standen zwei Runden mit insgesamt 34km an. Die zweite Runde fiel dann aber wesentlich langsamer aus. Ohne Windschatten vom Profi versteht sich. Zudem hatte ich in der ersten Runde deutlich überpaced und die Hitze forderte ebenfalls ihren Tribut. Trotzdem war ich mit meinem Zeitfahrtraining zufrieden, denn es motiviert deutlich mehr, wenn man sich nicht alleine quälen muss. Till hat seinen Schnitt von 43km/h übrigens bis zum Schluss gehalten.

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