Schneller Laufen durch Abnehmen

Hast Du schon mal versucht, mit schweren Einkaufstüten schnell zu laufen? Dann weißt Du ja wie es ist, wie das zusätzliche Gewicht einem zu schaffen macht. Mit Körperfett verhält es sich im Prinzip genauso, nur das wir uns bereits an dessen Gewicht gewöhnt haben.

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Beim Schwimmen und Radfahren spielt das Körpergewicht eines Triathleten keine so große Rolle, aber beim Laufen spüren wir jedes Kilo, das unsere Beine tragen müssen. Und mit einigen Kilos weniger läuft es sich direkt schneller. Wie viel schneller lässt sich mit einer einfachen Formel berechnen.

Multipliziere Deine Gewichtsabnahme in Prozent mit 0,66 und Du erhältst die prozentuale Laufzeitverbesserung. Nimmt ein Triathlet beispielsweise von 90 auf 85 Kilogramm ab, ergibt sich daraus eine prozentuale Gewichtsabnahme von 5,5 Prozent. 5,5 x 0,66 ergibt also eine Laufzeitverbesserung von 3,63 Prozent.

Anders ausgedrückt: Durch die Gewichtsreduktion um 5 Kilogramm braucht ein Triathlet nun statt 60 nur noch knapp 58 Minuten für 10.000 Meter. Das sind 2 Minuten Laufzeitverbesserung allein durch die Reduzierung des eigenen Körpergewichts.

Es geht also nicht ums Abnehmen durch Laufen, sondern darum, durch Abnehmen schneller zu laufen. Aber auch hier gibt es Grenzen. Es ist wenig sinnvoll, das eigene Körpergewicht zu stark zu reduzieren. Zum einen bringt ein zu leichterer Athlet möglicherweise weniger Druck auf die Pedale und zum anderen gibt es Gewichtsgrenzen ab denen nicht nur die Leistung, sondern auch die Gesundheit leidet.

Eine Gewichtsreduktion aus Leistungsgründen ist immer dann sinnvoll, wenn ein Triathlet noch genügend Fettreserven hat, die er reduzieren kann. Ist bereits ein niedriger Körperfettgehalt vorhanden, sollte man von einer weiteren Gewichtsabnahme absehen. Als grobe Orientierung kann man den Body-Mass-Index heranziehen, besser wäre aber eine Körperfettanalyse mit Hilfe der Bio-Impendanz-Analyse oder nach der Calipper-Methode.

Hier sind 5 einfache Anregungen, die Dir beim Abnehmen helfen:

  1. Reduzier Deinen Zuckerkonsum. Achte auch auf versteckte Zucker, die vor allem in industriell gefertigten Lebensmitteln zu finden sind. Dazu gehören auch Glukose- oder Fruktosesirup sowie Maltose. Es gibt keine gesunden oder ungesunden Zuckerarten. 1 Gramm Zucker hat immer die gleiche Kalorienmenge.
  2. Trinke täglich mindestens 1,5 Liter stilles Mineralwasser.
  3. Reduziere Deinen wöchentlichen Alkoholkonsum.
  4. Achte auf gesunde Fette in der Nahrung. Verwende Streichfette sparsamer als flüssige Fette. Ideal zum Braten ist Rapsöl, für Salate Olivenöl.
  5. Sorge täglich für ausreichend Proteine. Eiweiße sind die Bausteine für Muskulatur, Zellen, Immunsystem und das Blut. Sie beschleunigen die Regeneration und erhalten Deine Muskulatur.

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