Diagnose Knorpelschaden

Jetzt ist es amtlich: Die Schmerzen im linken Knie haben sich als Knorpelschaden herausgestellt. Kein Grund zur Panik, Radfahren darf ich bzw. soll ich trotzdem noch.

diagnose_knorpelschadenKurz nach dem Köln Triathlon hatte sich in meinem linken Knie ein leichter Druckschmerz bemerkbar gemacht, der mir auch in den Folgetagen bei Bewegung Probleme bereitete. Nach telefonischer Rücksprache mit meinem Arzt ging ich zunächst von einer Überlastung aus und hielt mich dementsprechend beim Training etwas zurück.

Das hieß für mich, kein Laufen und kein Radfahren, sondern erstmal nur Schwimmen und Stabi-Training. Etwas frustrierend, wo ich mir doch gerade ein neues Rad zugelegt hatte. Na gut, besser etwas Geduld aufbringen und die Verletzung richtig auskurieren, anstatt diese zu verschleppen. Dachte ich. Nach drei Wochen war der Schmerz leider immer noch da.

Also doch zu einem Sportmediziner, mit dem ich befreundet bin. Nach 20 Minuten stand die Diagnose fest: Knorpelschaden und eine leichte Dysplasie der Kniescheibe. Meine schlimmste Befürchtung wurde war. Was mache ich jetzt mit dem neuen Rennrad? Aber die Entwarnung kam sofort: Bloß nicht mit dem Training aufhören, riet mir sein Chef. Bitte was?

Das hört sich vielleicht etwas paradox an, weil beim Sport ja Belastung auf die Kniescheibe kommt, aber austrainierte Muskeln schützten das Knie, so der Orthopäde. Eine kräftige Oberschenkelmuskulatur sorgt für Entlastung. Optimal sei Fahrradfahren, am Besten mit Klickpedalen. Das trifft sich gut, dachte ich, nur leider schmerzt das Knie beim Anbeugen. Soll ich wirklich trotz der Schmerzen fahren? Ja. Und anschließend gut Dehnen, lautete seine Empfehlung, das senke den Muskeltonus und nehme so den Druck vom Knie.

Außerdem hat mir der Sportmediziner eine große Packung Diclofenac verschrieben. Einmal täglich 150mg als Retard-Kapseln machen den Schmerz erträglich und bekämpfen die Entzündung im Knie. Mir soll es recht sein. Hauptsache, meine neue Begeisterung für den Triathlonsport wird nicht im Keim erstickt.

Und jetzt noch eine gute Nachricht für alle Triathlon-Einsteiger: Triathlon selbst ist nicht gelenkschädigend. Den Knorpelschaden habe ich mir nicht erst beim Köln Triathlon zugezogen, sondern viel früher in meinem Sportlerleben. Die ungewohnt lange Belastung beim Wettkampf hat den Schaden nur aktiviert. Vermeiden kann ich das künftig, wenn ich mich nicht überhastet beim nächsten Lauf anmelde und rechtzeitig mit der Vorbereitung anfange.

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