Aminosäuren stärken Abwehrkraft

Sich zu erkälten, ist der Albtraum für viele Triathleten. Ein Infekt kann die ganze Vorbereitung kaputt machen und die Teilnahme an einem wichtigen Wettkampf kosten. Jetzt gibt es jedoch Hoffnung: Die Aminosäuren Cystein und Theanin stärken die Immunabwehr.
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Zu diesem Ergebnis kam zumindest eine japanische Studie mit 15 Langstreckenläufern. Ausgangspunkt der Untersuchung war die Erkenntnis, dass sehr intensive körperliche Anstrengung das Immunsystem schwächt. Nur gemäßigter Ausdauersport hat einen positiven Effekt auf das Immunsystem, die alte Regel „viel hilft viel“ gilt für die Abwehrkräfte leider nicht.
Geschwächtes Immunsystem nach hartem Ausdauertraining

Hobbyläufer, die drei- bis fünfmal pro Woche eine Dreiviertelstunde trainieren, produzieren mehr Killerzellen und leiden seltener unter Atemwegserkrankungen. Bei Leistungssportlern mit einem höheren Laufpensum hingegen sinkt die Zahl der Lymphozyten (Immunzellen). Besonders erkältungsanfällig sind Marathonläufer. Sie erkrankten bereits in der Vorbereitung auf ihr Rennen doppelt so häufig wie sportlich Inaktive. Nach einem harten Wettkampf versechsfachte sich das Erkältungsrisiko sogar. Auch Leistungsschwimmer sind besonders gefährdet.
Studie: Cystein und Theanin gut für Immunabwehr

Die natürlichen Aminosäuren Cystein und Theanin haben laut dem Studienergebnis einen positiven Effekt auf die Abwehkraft. Bereits ältere Studien mit grippeerkrankten Personen gaben Hinweise darauf, dass sich die Immunfunktion durch die Einnahme dieser Aminosäuren verbessern lässt. 10 Tage vor einer intensiven Trainingsphase wurde einigen Langstreckenläufer Cystein und Theanin verabreicht, während die Kontrollgruppe keine Nahrungsergänzung erhielt.

Im Gegensatz zur Kontrollgruppe wiesen die Sportler der Cystein-/Theanin-Gruppe nach der Trainingsphase keine signifikante Erhöhung der Blutmarker für Immunstress auf. Außerdem nahm die Zahl der Lymphozyten in der Cystein/Theanin-Gruppe nicht ab. Die Forscher schlossen daraus, dass sich ein belastungsabhängiger Immunstress durch die Einnahme von Cystein und Theanin unterbinden lässt. Das Risiko einer Infektion scheinen Leistungssportler durch die gezielte Supplementierung dieser Aminosäuren also deutlich reduzieren zu können.

Zwar ist die Studie aufgrund der geringen Probandenzahl nicht repräsentativ, aber die Forschungsergebnisse erscheinen dennoch vielversprechend. Und es schadet auch nicht, auf eine ausreichende Proteinversorgung zu achten. Gute Quellen für Amninosäuren sind beispielsweise mageres Fleisch, Geflügel, Fisch, Nüsse, Hülsenfrüchte sowie Soja- und Milchprodukte.

Bildquelle: istockphoto.com/mroeder

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